Auch wenn wir es manchmal nicht so recht wahrhaben wollen: Veränderungen, Verlust und Misserfolge gehören zum Leben dazu. Wir ignorieren den Fakt nur gern, dass wir alle regelmäßig durch Krisen durchgehen (müssen), und denken dann, dass Leben sei ungerecht. Aber Krisen diskriminieren nicht. Es gibt allerdings Menschen, die mit Veränderungen besser umgehen als andere. Diese Menschen besitzen eine höhere Resilienz, also eine stärker ausgeprägte Fähigkeit, sich an eine herausfordernde Situation anzupassen. Menschen mit einer höheren Widerfahrenskompetenz (Psychotherapeut Arnold Retzer) haben demzufolge weniger Anpassungsschwierigkeiten. In diesem Artikel erfährst du 5 Strategien, wie du diese Kompetenz im Innen aufbauen, also deine Resilienz stärken kannst. Denn mithilfe dieser Strategien aus dem Mentaltraining steigerst du dein mentales und körperliches Wohlbefinden und kannst schließlich selbstbestimmter mit Transformationen umgehen.

1. Shit happens. Sink or Swim.

Als erstes gilt es, die Situation anzuerkennen. Wir alle sind jederzeit potenziell von Krisen und Leid betroffen. Krankheit, Tod, Misserfolg diskriminieren nicht. So hart wie es klingt: Sink or Swim. Du kannst schwimmen - oder untergehen. Wenn du es schaffst, dich radikal dafür zu entscheiden, Verantwortung für dich selbst, deine Gefühle und Gedanken zu übernehmen, kannst du aktiv beeinflussen, was dir im Leben passiert. Indem du bewusst wählst, wie du damit umgehst, was dir passiert, erhebst du dich aus der passiven Rolle eines Opfers zum:zur aktiven, selbstbestimmten Protagonist:in deines Lebens.

2. Mentale Agilität ist die Grundlage für Resilienz.

Während krisenhaften Zeiten kann es immer wieder passieren, dass du auf stetig neue Grenzen und Herausforderungen stößt. Du bist also gefragt, immer wieder neue kreative Wege zu finden, wie du mit deinem Geist und deinem Körper diese Problem-Klippen umschiffen kannst. Eine nachhaltige Selbstfürsorge-Routine, mit der du dich mental und körperlich nährst, sowie eine kreative Praxis, mit der du deine Leidenschaft stärkst und Lebensfreude auftankst, können Methoden sein, um mental agil zu bleiben.

3. Choose Joy! Verstärke positive Emotionen.

Die nächsten beiden Punkte zielen auf eine ausgeprägte und wohlwollende Selbstfürsorge-Routine. Denn der Umgang mit Krisen und herausfordernden Zeiten ist ein Marathon, kein Sprint. Mentale Stärke braucht sowohl Training als auch Erholung und Entspannung - genau wie körperliche Fitness. Sonst landest du im Burnout oder einer Depression. Dazu kommt, dass unser Gehirn evolutionsbedingt als erstes und überall Probleme sieht. Wir neigen daher dazu, von negativen Gedanken und Emotionen festgehalten zu werden und in ihnen unterzugehen. Studien zufolge braucht es drei positive Erlebnisse, um ein negatives auszugleichen. Deshalb ist es so wichtig, den Geist nicht sich selbst zu überlassen, sondern achtsam positive Gedanken zu wählen und das zu tun, was dich Freude empfinden lässt. Es ist daher empfehlenswert, Körper und Geist durch Meditation Ruhe zu gönnen und dabei so gut wie möglich durch Beobachtung kennen und handeln zu lernen. Und dann immer wieder bewusst schöne Momente schaffen - wie Kuchen und Tee im Park oder Sauna oder peppiger Nagellack usw. um Freude einzuladen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn du gegenwärtig bist, also Achtsamkeit praktizierst, es schaffst, so häufig wie möglich im Hier und Jetzt zu leben, und wohlwollend mit dir umzugehen, stärkst du deine Resilienz.


4. Tue nur, was dir hilft.

In den Situationen, in denen alles zu komplex und zu überfordernd wirkt, du nicht weißt, was du als nächstes tun sollst, frage dich immer wieder: Does this help or hurt me? Indem du dich an dieser Frage durch den Prozess der Veränderung hangelst, eroberst du die Kontrolle über deine Entscheidungen zurück und stärkst deine Selbstwirksamkeit.

5. Verbinde dich mit deinem Warum.

Und schließlich helfen Sinnfindung und eine gute Selbstkenntnis, um deine Resilienz zu stärken. Entdecke deinen Purpose, deine Leidenschaft im Leben, den Auftrag deiner Seele, das, was dein Herz höher schlagen lässt - egal, wie du es nennen magst. Wenn du weißt, warum du etwas tust (selbst die kleinsten Aufgaben) und wie alles das größere Bild deiner Mission ergibt - dann kannst du immer wieder deine Widerstandskraft aktivieren und dich über Widrigkeiten hinwegsetzen. 


Schließlich habe ich noch einen Zusatz für eine 6. Strategie, mit der du durch Tätigkeiten im Außen deine Resilienz stärken kannst: Mit einer ausgewogenen und effektiven Planung und Strukturierung der eigenen Zeit verschaffst du dir Klarheit über deine Aufgaben und deren Wichtigkeit. Denn es kann befriedigend sein, Selbstwirksamkeit durch das erfolgreiche Erledigen von Aufgaben zu erfahren. Aber auch das bewusste Einplanen von Pausen ist wichtig für dein Wohlbefinden und deine Zufriedenheit. So kann zum Beispiel eine tägliche Meditationspraxis sowie eine gute Morgenroutine hilfreich sein, um dich mit dir zu verbinden, dich auf den Tag auszurichten, eine Intention zu setzen - um dann auch fokussierter und bewusster Entscheidungen zu treffen. Auch mit Auszeiten in der Natur oder mit Freunden sowie durch körperliche Betätigung verschaffst du dir Perspektivwechsel, steigerst deine Lebensfreude und pflegst nachhaltig deine mentale und emotionale Stärke.


Hast du beim Erarbeiten und Umsetzen einer für dich funktionierenden Strategie Probleme und kannst Unterstützung gebrauchen, dich in einem Veränderungsprozess zurecht zu finden? Möchtest du dich besser strukturieren? Dann vereinbare gern einen Termin für ein Beratungsgespräch mit mir. Ich helfe dir, um Klarheit zu gewinnen, dich neu auszurichten und deine Ziele zu erreichen. Schreibe mir gern direkt: christin@innercosmos.de

Mentale Gesundheit sollte sehr ernst genommen werden. Dieser Artikel und die genannten Strategien, können eine Unterstützung sein, um ein positives mentales Wohlbefinden zu fördern. Wenn du oder eine dir liebe Person jedoch mit mentalen Herausforderungen zu kämpfen hat, die sich überwältigend anfühlen, ist es jederzeit ratsam professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine erste Ansprechperson kann die Ärztin oder der Arzt deines Vertrauens sein.


 

Weiterführende Tipps und Inspirationen:

Mantra: Kein Widerstand. Keine Erwartungen. Keine Reue. Nur dieser Moment wie er ist.                                                        

Teile der genannten Strategien sind von Erkenntnissen aus der Resilienz-Forschung von Dr Lucy Hone, der Direktorin am Neuseeland Institut für Wohlbefinden und Resilienz, inspiriert. Den TED Talk The Three Secrets of resilient people von Dr. Lucy Hone habe ich sehr berührend und empowernd erlebt. 

Der Inner Cosmos Artikel Be kind to your soul mit 6 Selbstliebe-Schlüsseln, wie du in Krisen deiner Seele treu bleibst, deine Träume und Kreativität ehrst und dein Wohlbefinden steigerst.

Buchempfehlungen:
Der Times-Bestseller der Psychotherapeutin Julia Samuel This Too Shall Pass. Stories of Change, Crisis and Hopeful Beginnings beschreibt, mit welchen Strategien wir Veränderungsprozesse und traumatische Erfahrungen besser bewältigen können.
Lisa Miller, Neurowissenschaftlerin, Psychologin und Professorin an der Columbia University belegt, wie Spiritualität uns unterstützt, dem Leben mit mehr Resilienz, Zuversicht und Freude zu begegnen: Das erwachte Gehirn. Warum Spiritualität in uns allen angelegt ist - Der neurowissenschaftliche Beweis (Im englischen Original: The Awakened Brain: The New Science of Spirituality and Our Quest for an Inspired Life)

Unterhaltsame Mini-Serie, um anders über die mentale, emotionale und körperliche Gesundheit nachzudenken: The Goop Lab von und mit Gwyneth Paltrow auf Netflix.


At the end of the day, we can endure much more than we think we can.

Frida Kahlo

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