6 spirituelle Tipps mit denen du erreichst, was dir wirklich wichtig ist. 

Es geht in diesem Artikel nur bedingt um neue oder andere Methoden, die eigene Produktivität zu steigern und mehr in weniger Zeit zu erreichen. Egal, wie gut diese Zeitmanagement-Methoden sind und wie effizient du bist: du wirst nie alle deiner Aufgaben erledigt haben. Es tut mir leid, dir das so klar sagen zu müssen, aber egal, wie gut du dich organisierst, wie schnell und viel du arbeitest: Deine To-Do-Liste wird nie leer sein. Du wirst nie alles schaffen.

Deshalb geht es in diesem Artikel darum, wie du deinen Geist und Terminkalender so ausrichtest und letztlich organisierst, dass du mehr Klarheit erlangen und deinen Fokus auf DEINEN Zielen halten kannst. Damit wird es dir auch gelingen, bessere Entscheidungen zu treffen und aktiven Einfluss auf dein Wohlbefinden und die Gestaltung deines Lebens zu nehmen. Du erfährst sechs erprobte Tipps aus den Bereichen Spiritualität, Achtsamkeit und Zeitmanagement, die dir helfen können, auf das fokussiert zu bleiben, was dir wirklich wichtig ist. Indem du dich mithilfe der folgenden Klarheits-Techniken immer wieder mit dir verbindest, schaffst du es, deine Ziele und Träume zu erreichen.

Statt möglichst viele Dinge zu schaffen, sollte es im Leben nicht darum gehen, die richtigen Dinge zu schaffen? Um Erfüllung statt Effizienz.

 

Mit Klarheit und Fokus zu mehr Zeit und Energie

 

Dieser Artikel ist eine Einladung, die Essenz im Leben zu suchen und ihr zu folgen, um so mehr Unabhängigkeit, Freiheit und Flexibilität für die wirklich wichtigen Dinge im Alltag zu gewinnen. Das erreichst du durch Klarheit und Fokus. Klarheit wird definiert als ein Bewusstseinszustand, in dem wir uns oder das Leben deutlich erkennen und zur Wahrheit einer Sache durchdringen. Fokus ist das, worauf deine Aufmerksamkeit liegt und wird auch definiert als der Prozess des kontinuierlichen Neujustierens und Anpassens. 

Reiche und erfolgreiche Menschen nennen immer wieder Fokus als einen, wenn nicht DEN entscheidenden Faktor für ihren Erfolg. Wenn du es schaffst, deinen Fokus nicht zerstreuen zu lassen, sondern ihn immer wieder wie ein Laser auf das auszurichten, was du umsetzen und erreichen möchtest, dann wirst du schließlich damit erfolgreich sein. Hast du Klarheit über das, was dir wichtig ist und dich in diesem Moment am meisten voran bringt, und konzentrierst dich nur darauf, dann gewinnst du neben Zeit und auch Energie. Denn wenn du dich gut fühlst, dann handelst du auch im Einklang mit deinen Werten, Fähigkeiten und Vorstellungen. In dieser angehobenen Stimmung kannst du es sogar schaffen, berufliche Selbstverwirklichung und Familienleben bzw. Privatleben für dich zufriedenstellend unter einen Hut zu bekommen. Denn das ist es doch, was uns in Balance hält und (im besten Fall) unsere Bedürfnisse befriedigt. Wie das kontinuierlich gelingen kann, erfährst du in den folgenden spirituellen Tipps und Techniken.

 

1. Praktiziere Reflexion und Kontemplation: Verschaffe dir Klarheit

Deine Zeit und Energie sind deine wichtigsten Ressourcen. Wie kannst du selbstbestimmt über dieses Kapital verfügen statt zu verschenken? Zuallererst indem du dir klar machst, was du wirklich möchtest. Klarheit erlangst du durch regelmäßige Reflexion und Kontemplation, um deinen Verstand zu erforschen und besser kennen zu lernen, deine Gedanken zu ordnen und dich mit deinen Gefühlen zu verbinden. Die besten Einsichten gewinnst du beim Meditieren oder Schreiben.

 

Finde deine Praxis für Meditation und Schreiben

Egal für welchen Weg du dich auch entscheidest, ob Meditation oder Schreiben (am besten mit Zettel und Stift und egal ob Journaling oder The Work nach Byron Katie) - eine regelmäßige Praxis der inneren Einkehr ist unabdingbar, um Klarheit zu erlangen. Vielleicht helfen dir auch Gespräche mit Freund:innen und Partner:innen, um dich zu sortieren und leichter eine Entscheidung zu treffen. Aber ich empfehle dir, vor allem zu meditieren und zu schreiben, um deine Stimme unter allen anderen am besten und deutlichsten wahrzunehmen, dir nahe zu sein und dich zu öffnen für die Eingebungen, die zu dir kommen.

Am Anfang eines vollen Tages oder einer vollen Woche 30 oder 60 Minuten Zeit nehmen, um die Gedanken zu sortieren und dich mit dir zu verbinden?! Das mag dir verwirrend oder auch counter-intuitive erscheinen, also entgegen deinem ersten innersten Impuls. Wie ein Schritt zurück statt nach vorn. Doch ich verspreche dir, wenn du das Schreiben und Meditieren zur Routine werden lässt, wird das dein Leben verändern. Vielleicht passt es am besten in deinen Tagesablauf, wenn du morgens meditierst bevor alle anderen großen und kleinen Menschen in deinem Haushalt aufstehen. Oder abends vor dem zu Bett gehen. Vielleicht funktioniert deine Schreibroutine am besten auf dem Weg zur Arbeit in einem Café oder Park. Probiere aus, wie es sich für dich gut anfühlt.

 

Welchen Effekt haben Reflexion und Pausen auf unser Nervensystem?

Was ist die erste Reaktion auf Stress? Was tun wir, wenn wir uns unter Druck gesetzt fühlen? Wir versuchen schneller zu sein, mehr zu schaffen, reagieren ohne nachzudenken. Doch was passiert? Wir sind nicht mehr konzentriert, machen schneller und häufiger Fehler, brauchen insgesamt länger oder haben am Ende gar nicht das getan, was uns wirklich voran gebracht hätte. Letztlich gefährden wir sogar unsere körperliche und mentale Gesundheit. 

Denn in Stresssituationen verfallen wir immer noch in unseren Steinzeit-Mentalzustand, auch bekannt als: Fight-or-Flight-Syndrom. Unser Körper schaltet auf Alarmbereitschaft, fährt das Adrenalin hoch und pumpt Blut in den Körper, damit wir schnell kämpfen oder fliehen können. Das ist ungünstig für uns urbane, digitale Wesen, weil wir in diesen Situationen nicht mehr klar denken und keine guten Entscheidungen treffen können. Außerdem lässt uns der anhaltende moderne Stress vorzeitig altern. Denn die permanente Anspannung ist ein hohes Risiko für unser Herz und unser mentales Wohlbefinden.

Du willst viel erreichen und schnell voran kommen? Dann schaffe Raum für Reflektion und Fokus in deinem (sicherlich sehr vollen) Kalender. Verpflichte dich, Pausen und Ruhezeiten genau so einzuhalten wie alle anderen Termine. Die Autorin Marianne Williamson sagt: "When we give time to a quieting experience, we have a different life because we have a different nervous system." Indem wir zur Ruhe kommen und uns mit uns mit uns, unserem Purpose oder dem Universum verbinden, reduzieren wir nicht nur unseren Stress, wir reduzieren auch nachweislich Angst und Depression und stärken unser Immunsystem. Wir fühlen uns selbst und anderen näher, wir finden unsere eigene Stimme und kommen in unsere Kraft, weil wir Gedankenspiralen unterbrechen. All das heißt, dass wir schließlich Klarheit erlangen und unsere Energie aufladen. 

 

Quickie-Impuls: Klarheit für den Moment:

Du fühlst dich gestresst und überfordert? Dann halte ein. Atme tief ein. Und lang aus. Und nochmal: tief ein und laaang aus. Gut. Dann nimm dir einen Moment Zeit zu reflektieren, in welcher Situation du dich gerade befindest und was dich unter Druck setzt. Welcher Gedanke taucht da auf? Was macht dieser Gedanke mit dir, wie fühlst du dich damit? Ist dieser Gedanke wirklich wahr? Versuche die Perspektive zu verändern und kehre den Gedanken mal um. Es ist alles okay, probiere es einfach mal aus. Wie fühlt sich das jetzt an? Gut. Frage dich: Was brauche ich? Gut. Frage dich weiter: Was ist gerade wichtig? Was ist MIR wirklich wichtig? Danke dir für das Vertrauen und die Einsicht. Du kannst jetzt mit deinem Tag fortfahren.

 

2. Überprüfe deine Intention: Where attention goes energy flows. 

Hast du Klarheit über deine Ziele erlangt, dann kannst du diese mit einer Intention verbinden, um dein Bewusstsein wie einen Laser darauf auszurichten. Eine Intention ist eine klare Vision eines erwünschten Zustands. Du kannst zum Beispiel eine Intention dazu setzen, welche Aufgaben du erreichen oder wie du dich deinen Kolleg:innen, Kindern, Angestellten gegenüber verhalten möchtest. Dann ruht dein Fokus, deine Aufmerksamkeit auf dieser Absicht und alle deine Energie richtet sich entsprechend aus, um genau das zu schaffen. Denn Energie fließt, wo die Aufmerksamkeit hingeht. Aufmerksamkeit energetisiert und Intention transformiert. Hast du dich einem Ziel verschrieben, indem du deine Intention entsprechend gesetzt und deinen Fokus darauf ausgerichtet hast, wirst du alles sein, tun und haben, was du dir wünschst.

Im Sanskrit gibt es das Wort Sankalpa, was so viel bedeutet wie: was du dir zutiefst, wahrhaft wünschst. Wenn du Yoga praktizierst, dann hast du bestimmt schon ein Sankalpa, also eine Absicht oder Intention für eine Klasse oder Praxis gesetzt. Wahrscheinlich hast du dann auch gemerkt, wie viel leichter es dir gefallen ist, deinen Geist während der Übungen darauf auszurichten. Wie viel leichter du erfahren hast, was du erfahren wolltest. Und wie viel besser du dich gefühlt hast. So verhält es sich auch mit einem Tag: Wenn du dir die Zeit nimmst, dich mit deinem Herzen zu verbinden und zu fragen: "Was möchte ich?" Dann wird es dir leichter fallen, ein Wort, ein Bild oder einen Satz zu fassen, das/der deiner Seelenwahrheit entspricht. Diese Eingebung wird dir die Richtung weisen, in der du deinen Purpose leben und den größten Impact bewirken wirst.

Quickie-Impuls: Begin the day with the end in mind. 

Welche Intention hast du für die Zukunft? Für den kommenden Tag, die kommende Woche, für ein Projekt oder die Erziehung deiner Kinder? Es ist ganz egal, was davon auf dich zutrifft, aber: Je klarer deine Intention, deine Absicht für die Zukunft, desto bewusster dein Fokus und klarer deine Handlungen. Frage dich: Was möchte ich heute erschaffen? Was möchte durch mich in die Welt kommen? Was möchte ich bewirken? Wie möchte ich mich verhalten und wie am Ende des Tages fühlen? Indem du eine Intention setzt, fokussierst du deine Energie. Du wirst dadurch nicht nur konzentrierter (und vielleicht auch effizienter) arbeiten, sondern vor allem erfüllter, erfolgreicher und glücklicher und leben, weil du deine Zeit damit verbringst, was dir wirklich wichtig ist. Und schließlich das erreichen, was du dir vorgenommen hast.

3. Dream BIG. Plan. Do. 

Träume groß, wirklich groß. Pass deine Ziele und deine Aufgaben nicht deiner (jetzigen) Wirklichkeit an, sondern erschaffe deine Wirklichkeit aus deinen Werten, Wünschen und Visionen. Stell dir vor, was du in deinem Leben, im kommenden Jahr, der nächsten Woche etc. erschaffen und erleben möchtest. Was möchtest du in deinem Leben haben, wie am liebsten deine Zeit verbringen? Male dir genau aus, wie deine Realität in deiner Vorstellung aussieht - und denke erst dann darüber nach, wie es möglich sein kann, genau da hin zu kommen. Plane, indem du dir deine Zeit immer konkreter werdend einteilst, also z.B. vom Jahr ausgehend zu den nächsten sechs Monaten, den nächsten drei, dem nächsten Monat, der kommenden Woche, dem heutigen Tag. Und erschaffe so Schritt für Schritt deine Realität. Tue Tag für Tag, Moment für Moment das, was in deiner Hand liegt, um deinem Traum näher zu kommen. Vertraue darauf, dass du mit der Zeit an den Herausforderungen wachsen wirst. Niemand kann alles von Anfang an perfekt! Fang einfach an.

Lass dich leiten und vertraue

In meiner Arbeit und der Beratung von Klient:innen sind das Erreichen von Zielen und das bewusste Erschaffen der eigenen Realität wiederkehrende Themen, die unmittelbar miteinander zusammenhängen. Es geht dann auch immer wieder darum, dass jeder Tag uns mit den großartigen, bezaubernden Wundern des Lebens in Kontakt bringt - und dass es einer aktiven mentalen Praxis bedarf, diese Wunder wahrzunehmen. Jeder Moment kann ein Wunder sein, wenn wir uns entscheiden, ihn als solches wahrzunehmen. Ziele implizieren oft, dass wir sie erreichen müssen, um glücklich zu sein. Natürlich ist nichts verkehrt an Träumen, Visionen und Wünschen, solange wir uns ihnen hingeben und nicht an einen bestimmten Weg klammern, diesen Zustand zu erreichen. Wenn wir unsere Träume dem Universum übergeben und uns vom Vertrauen leiten lassen, dann können wir offen für das sein, was uns das Leben auf dem Weg dorthin schenkt. Dann können wir auch sehen und feiern, was wir schon haben. Indem wir das tun, lenken wir unseren Fokus von Mangel (etwas fehlt) zu Fülle (Dankbarkeit für das, was ist). Das heißt nicht, dass wir uns von unserem Wunsch trennen. Im Gegenteil: Indem wir auf den höheren Frequenzen der Gefühle Dankbarkeit, Liebe, Freude, Mitgefühl schwingen, ziehen wir genau die Dinge an, die diese Gefühle in uns wachrufen. Indem du dich darauf fokussierst, was du hast, erschaffst du mehr von dem, was du begehrst.

Quickie-Impuls: Nutze die Kraft der Bilder für dich

Arbeite mit Visualisierungen, um deine erwünschte Realität zu manifestieren. Abgesehen von den Bildern, die in der Meditation zu dir kommen, kannst du mit dich ansprechenden Bildern, Überschriften und Zitaten arbeiten. Mit ihnen kannst du zum Beispiel ein Vision Board anfertigen, um deiner Vorstellung von deinem idealen Jahr, einem Arbeitsprojekt, deinem Traumhaus näher zu kommen. Pinterest und Instagram sind dafür ebenso geeignete Quellen wie Zeitschriften und Postkarten. Wähle bewusst die Bilder aus, die etwas in dir berühren - denn mit ihnen arbeitest du, um deine Realität zu erschaffen. Nutze deine Imagination, um dir vorzustellen, wie du in einer erfüllten Beziehung lebst, wie du mit deinem:r Partner:in lachst, verreist oder die gemeinsame Wohnung einrichtest. Oder wie du mit den Kolleg:innen deiner neuen Arbeit interagierst, Ideen einbringst und Anerkennung erfährst. Male dir diese Vorstellungen lebhaft aus, stell dir detailliert vor, wie du dich in der jeweiligen Situation verhältst und fühlst, was du trägst, wie es da riecht etc. - je präziser desto besser! Ich empfehle dir auch, darauf zu achten, welche Bilder immer wieder aus deinem Unterbewusstsein zu dir kommen, weil sich darin Wünsche, Sehnsüchte und Botschaften des Universums verbergen. Auch wenn sich das jetzt komisch anhört für dich - du wirst sehen, am Ende macht alles Sinn, egal wie lange es dauert, bis sich deine Träume erfüllen. 

4. The key is not to prioritise what’s on your schedule but to schedule your priorities. 

Der nächste Punkt zielt darauf, deine Zeiteinteilung und Zeit-Priorisierung anhand deiner Werte und Wünsche zu überprüfen. Es geht darum, immer wieder zu fragen: Was ist mir gerade wirklich wichtig? Wenn du fleißig eine Leiter hoch kletterst - hast du vorher auch überprüft, ob diese Leiter an der richtigen Wand steht? Anstatt super effizient und produktiv zu sein, sei lieber effektiv. Anstatt alles zu schaffen, ist es wichtig, das Richtige zu schaffen.

Du solltest also regelmäßig in dich gehen, nachspüren und entscheiden, ob das, was du tust, immer noch oder überhaupt auf dein Ziel hinarbeitet. Vielleicht entspricht dein anvisiertes Ziel ja gar nicht mehr deinem Wunsch? Oder es hat sich bereits in anderer Form erfüllt? Eventuell merkst du dann, dass du damit beschäftigt bist, die Bedürfnisse deiner Kolleg:innen oder Freund:innen zu erfüllen, obwohl du doch eigentlich von einem erfüllten Familienleben träumst und deine Nachmittag mit deinem Kind/Kindern verbringen möchtest. Hast du dir das bewusst gemacht und Klarheit erlangt, dann handle entsprechend: The key is not to prioritise what’s on your schedule but to schedule your priorities.

Erlange Klarheit über deine Priorität

Natürlich, wir leben ja nicht in einer Box, unsere Anfragen, Aufgaben, Anforderungen ändern sich ständig. Deshalb gilt es immer wieder: priorisieren, priorisieren, priorisieren. Wenn wir uns vor Augen führen, dass Priorität (vom lateinischen Wort prior, was so viel bedeutet wie ‚der/die/das Vordere’) erst seit der Industrialisierung im Plural existiert und wir erst seitdem mehrere erste und wichtigste Dinge haben (wobei Vorrang ja immer nur eine Sache haben kann…), ist es nicht verwunderlich, dass wir keine Konzentration und keinen Fokus für nichts mehr haben. Was ist deine Priorität? Deine Priorität hilft dir, genau hinzuschauen und zu überprüfen, ob du dich gerade in Aufgaben und Verpflichtungen verlierst. Oder dich immer wieder an deinem Fokus ausrichtest und dein Leben bewusst nach deinen Vorstellungen und Werten gestaltest. Die Tipps 1-3 werden dir helfen, Klarheit über deine Priorität zu erlangen - und wenn du sie für dich bestimmt und deinen Fokus gesetzt hast, dann reduziere, vereinfache und lasse alles weg, was nicht essentiell ist. Das ist eine lebenslange Übung, die sich so was von lohnt, versprochen.

Quickie-Impuls: Verschaffe dir einen Überblick und trenne Dringendes und Wichtiges.

Widerstehe dem Perfektionismus-Impuls und dem Abarbeiten-der-To-Do-Liste-Impuls. Es empfiehlt sich, die anstehenden Aufgaben auf einem Zettel zu sammeln, um den Kopf frei und einen Überblick zu bekommen, was alles erledigt werden möchte. Aber bevor du dich pflichtbewusst unter Druck setzt, alles zu schaffen, reflektiere lieber erst, was du wirklich wirklich willst (siehe Tipp 1) und was dich in dem Moment am meisten voran bringt. Wenn es dir liegt, kannst du mit der Eisenhower-Methode überprüfen, was am dringendsten und was am wichtigsten ist. Sehr häufig kümmern wir uns nämlich um die Angelegenheiten, die am dringendsten sind (für uns oder auch für andere), aber nicht am wichtigsten. Die wichtigsten Aufgaben sind nämlich jene, die uns zwar nicht unmittelbar am meisten voran bringen, aber auf lange Sicht die größte Wirkung haben. Das Beantworten dringender Mails macht langfristig nicht den gleichen Unterschied für dein Business wie das Automatisieren von Abläufen oder das Einarbeiten eines:r neuen Angestellten.

5. Fill your cup. Lade dich auf - mental, spirituell, emotional, physisch.

Alles was du tust, beginnt bei dir. Du bist dein eigenes Kapital. Spare nicht an der Zeit für dich, sondern sorge gut für dich. Du kannst keine Klarheit erlangen, wenn du ausgebrannt, müde oder erschöpft bist. Tu, was dir gut tut - und zwar BEVOR du deine Aufgaben erledigt hast. Fang mit dir und bei dir an. Gerade wenn andere Menschen oder ein Business von dir abhängen. Und insbesondere dann, wenn du meinst, du kannst es dir gerade zeitlich oder finanziell nicht leisten. 

Auch dieser Tipp appelliert wieder daran, Freude und Lebenslust fest in deinem Alltag zu verankern. Wie wäre es mit einer To-Enjoy-Liste statt einer To-Do-Liste? Bereits am Morgen kannst du dich mit etwas Wohltuendem aufladen - z.B. mit Tee und deinem Journal. Oder Meditation oder Workout oder Yoga oder joggen oder einfach nur barfuss im Vorgarten oder Park laufen und bewusst atmen. Etwas, das dich du gern tust, was dir Energie spendet. Gerade körperliche Betätigung kurbelt deinen Kreislauf an und versorgt dein Gehirn mit Sauerstoff. Das hat auch den Effekt, dass du nicht nur innerlich ruhiger sein wirst, dich besser konzentrieren und bessere Entscheidungen treffen kannst, sondern dich auch besser fühlst. Mit der Zeit bist du stärker mit dir in Verbindung und spürst, was du im jeweiligen Moment brauchst. Im Zustand der Freude und Liebe genießt du, was du tust - und kannst diese Energie dann auch wieder für andere einsetzen.

Quickie-Impuls: Verankere regelmäßig Zeit für deine Kreativität in deinem Kalender

Deine Kreativität ist dein unerschöpflicher Energiespender. Alles, was du erreicht hast und erreichen wirst, kommt von deiner Kreativität. Du solltest deshalb alles daran setzen, deine Vorstellungskraft und Passion zu füttern - mit Zeit, Raum und freiem Denken. Gib dir, was auch immer du brauchst, um dich mit deiner Lebensfreude zu verbinden oder das bigger picture zu sehen (siehe Tipp 6). Egal wie beschäftigt Bill Gates war und ist, er hält immer noch daran fest, sich zwei Mal im Jahr für eine Woche komplett zurückzuziehen. Bill Gates’ Think Week ist nicht nur unglaublich besonders, sondern auch nicht ohne Grund so bekannt geworden. Dass einer der erfolgreichsten und reichsten Menschen der Welt immer daran festgehalten hat, sich eine ganze Woche zu nehmen - “nur” um zu lesen, zu denken und auf neue Ideen zu kommen, zeigt wie grundlegend wichtig Zeit für das mentale Spielen ist. Ohne Inspirationen entstehen keine neuen Gedanken, keine neuen Services, keine neue Produkte.

 

6. Wie dir deine Intuition helfen kann, die richtige Entscheidung zu treffen 

Studien haben gezeigt, dass eine erwachsene Person durchschnittlich 35.000 Entscheidungen pro Tag trifft, über 200 schon allein über das Essen. Ziemlich verrückt, oder? Das Geheimnis für ein glückliches und gesundes Leben liegt also definitiv auch im bewussten und achtsamen Umgang mit Entscheidungen. Das klingt einfach, aber für die meisten von uns ist es eine echte Herausforderung, gute und für uns richtige Entscheidungen zu treffen. Die Fähigkeit zu wählen, kann aber trainiert werden - und das sollte sie auch, denn sie ist unabdingbar, um ein selbstbestimmtes, zufriedenes Leben zu leben.

 

Lerne deiner Intuition zu vertrauen und ziehe Grenzen

Indem du dich kontinuierlich mit dir verbindest - zum Beispiel durch Journaling, Meditation oder The Work (nach Byron Katie) - und ins Gefühl gehst, kommst du nicht nur dir selbst näher. Du lernst auch, deiner Intuition zu vertrauen. Deine Intuition wird dich nie fehlleiten. Wenn du gut mit dir in Verbindung bist und deine Werte kennst, wirst du immer schnell Klarheit über ein Problem oder eine Frage erlangen. Dann wird es dir nicht nur leichter fallen, die jeweils richtige Entscheidung zu treffen, sondern auch dahinter zu stehen. Denn wenn du weißt, was für dich essentiell ist, kannst du deine Regeln definieren und Grenzen ziehen. Diese sind unumgänglich, um nicht immer wieder neu über die gleiche Frage nachzudenken oder zwischen der Vielzahl täglicher Entscheidungen Zeit, Konzentration, Motivation und Energie zu verlieren. 

Hast du Klarheit über deine Werte, Grenzen oder Familienregeln, dann ist es weniger wahrscheinlich, dass du dich aufreibst und dünnhäutig wirst zwischen all den Entscheidungen, Aufgaben und Anfragen. Die Wissenschaft hat dafür den Begriff decision fatigue gefunden, also die Ermüdung, Entscheidungen zu treffen. In diesem Ermüdungs- und Überforderungszustand neigen wir zudem dazu, die schlechtere Entscheidung zu treffen.  Aber nicht nur die Qualität unserer Entscheidungen, auch unsere Effizienz leidet unter decision fatigue. Gerade für berufstätige Mütter und Führungskräfte, die unter der mental load eine immense Menge an Entscheidungen zu treffen und Aufgaben zu handeln haben, ist es unumgänglich, immer wieder Klarheit und Fokus zu behalten.

 

Gib deine Kraft, Entscheidungen zu treffen, nicht ab

Es mag total einleuchtend klingen, aber wie oft denkst du: "Das schaffe ich beides." oder "Ich muss das machen." oder "Es ist alles wichtig."  Die Wahrheit ist, das stimmt einfach nicht. Du MUSST gar nichts machen. Und schon gar nicht solltest du versuchen, ALLES auf einmal hinzubekommen. Du hast immer die Wahl und darfst dich selbst entscheiden. Doch gib deine Wahlmöglichkeit nicht ab, indem du einer Entscheidung aus dem Weg gehst. Im Zweifel lässt du dann andere für dich entscheiden. Sei dir bewusst, dass wenn du JA zu etwas sagst, du immer auch NEIN zu etwas anderem sagst: zum Essen mit der Familie, zum Sport für dich, zu genügend Schlaf oder auch um ausreichend Zeit und Konzentration zu haben, um an der einen Aufgabe zu arbeiten, die dich am meisten voran bringt…. Triff harte Entscheidungen für dich und lass nicht andere für dich entscheiden, wie du deine Lebenszeit verbringst. Was ist dir wichtiger, Popularität oder Respekt?

Quickie-Impulse, um deiner Intuition mit mehr Leichtigkeit zu folgen:

Choose joy!  Kennst du das Buddha Zitat? “Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.” Wir sind nur für einen kurzen Augenblick auf dieser bunten, verrückten Welt. Geht es nicht darum, Spaß zu haben, uns lebendig und leicht zu fühlen? Selbst wenn du leidenschaftlich den Weg zu deinem Traum gehst, geh ihn mit Freude im Gepäck. Folge der Freude. Wähle Freude und vertraue, dass sie dich an dein Ziel bringt.

HELL YEAH! - oder NEIN. Stell dir vor, du sollst dich entscheiden und die Sache/Aufgabe/Frage ist zwar gut, aber nicht so wichtig. Dann lautet die Antwort NEIN. Schreit aber alles in dir HELL YEAH! AUF JEDEN FALL! UNBEDINGT! Dann ist das ein definitives Ja und du kannst loslegen.  

Zweifel-Wegweiser: Spüre in dich rein und wenn für eine Entscheidung Zweifel aufkommen, dann lautet die richtige Antwort in den meisten Fällen: Nein. Stopp. Vertraue diesem Gefühl. Geh nicht weiter. Lenke um. Spare weitere Zeit und Energie, indem du den Pro- und Contra-Gedanken deines Verstandes liebevoll einhalt gebietest und vertraue deiner Intuition.

What can you go big on? Denke nicht an die Option, gegen die du dich entscheidest. Denke nicht daran, was du vielleicht aufgibst oder was dir entgeht, - sondern vielmehr daran wofür du das freiwerdende Potential, die Zeit, Energie und Aufmerksamkeit nutzen möchtest. Was ist stattdessen möglich? What can you go big on? 

 

Weiterführende Tipps und Inspirationen

 

Affirmation: Today, wherever I go I will create a peaceful, loving and joyful world.

Mantra: Sat NamDas Mantra Sat Nam bedeutet so viel wie: Wahrheit ist mein Name. Sat wird übersetzt mit Wahrheit und Nam mit Identität oder Name. Du kannst mit dem Mantra Sat Nam arbeiten, wenn du ganz bei dir sein oder Klarheit erlangen möchtest, was du brauchst.

Bücher:Essentialism: The Disciplined Pursuit of Less von Greg McKeown Auf Deutsch: Essentialismus: Die konsequente Suche nach Weniger. Ein neuer Minimalismus erobert die Welt 

Die Kunst des guten Lebens. 52 überraschende Wege zum Glück von Rolf Dobelli

 

Die Weisheit des Lebens besteht im Wegstreichen der unwichtigen Dinge. 
Lin Yutang


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